Evahaus

Das Haus

Der spitzgiebelige und – mit Souterrain – viergeschossige Bau wurde 1924/25 mit Sandsteinen aus dem eigenen Steinbruch errichtet. Entwurf und Umsetzung lagen in den Händen des Hamburger Architekturbüros von Walther Baedeker. Das Evahaus wurde 2016 mit Mitteln
des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen / des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst denkmalgerecht saniert. So konnte beispielsweise die ursprüngliche Farbigkeit der Wandgestaltung, die das ganze Haus durchzog und einem Farbkonzept folgte, während der Renovierungsarbeiten frei gelegt und wieder angelegt werden.

Die Namensgeberin

Namensgeberin des Hauses ist Eva Maria Deinhardt (1896-1977), die den Bau mit finanzierte, über viele Jahre bewohnte und ihre Ideen in die Gestaltung mit einbrachte. Im Keller ihres Hauses experimentierte sie an einer Drehbank und legte den Grundstein für die Drechslerei, eine der kunstgewerblichen Werkstätten der frühen Siedlung. Der Werkstoff Holz hatte sie schon zuvor fasziniert: Ihre Holzschnitte gehören heute zu Sammlungsbeständen von Archiven und Museen. Eva Maria Deinhardt ist jedoch vor allem als eine der expressionistischen Tänzerinnen Lohelands und als Pädagogin sowie als Loheland-Gymnastiklehrerin bekannt geworden. Nach ihrem Weggang aus Loheland nach dem Ende des 2. Weltkrieges bewohnte Louise Langgaard das Haus viele Jahre.

Aus: Die denkmalgeschützten Bauten der Jahre 1919-34

Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kultur Gefördert durch das Landesamt für Denkmalpflege Hessen