Rundbau (Waldorf-Kindertagesstätte Loheland)

Der steinerne Rundbau entstand 1920, während der farbig abgesetzte holzverschalte Anbau aus den späten 1980er Jahren stammt. Der Entwurf des historischen Rundbaus von 1920 geht
maßgeblich auf Louise Langgaard, eine der beiden Gründerinnen Lohelands, zurück. Ein kleines Team experimentierfreudiger junger Menschen war daran beteiligt. Hierzu gehörte die spätere Architektin Gretel Norkauer oder auch Kurt Wehlte, der letztlich die Pläne zeichnete.

Wehlte (1897-1973) ist heute international als Entwickler
neuer Restaurationsverfahren bekannt. Der historische Rundbau wurde als Unterrichtsraum der Gymnastikschülerinnen mit rundem Grundriss, flachem Kegeldach und erhöht liegenden Fenstern gebaut. Zehn Jahre später wurde er zum Speisesaal der inzwischen mehr als 200 Personen zählenden Arbeits- und Lerngemeinschaft in Loheland. Seit der Gründung des Waldorfkindergartens 1985 wird der Rundbau von Kindern belebt. Der farbige Anbau entstand für die zweite Gruppe. Insgesamt betreut der Kindergarten heute ca. 100 Kinder in fünf Gruppen in verschiedenen Häusern.