Holzhaus

Das Holzhaus wurde im Sommer 1919 als erstes Gebäude in Loheland errichtet, nur wenige Wochen, nachdem der gemeinnützige Verein „Bund für klassische Gymnastik“ mit Sitz in Berlin das unbebaute Gelände der heutigen Loheland-Stiftung gekauft hatte. Siebzehn kleine Stuben soll es damals enthalten haben, in denen die Lehrerinnen wohnten. Von hier aus wurde der weitere Aufbau des damals schon renommierten Bildungsinstituts für junge Frauen vorangetrieben, das im Herbst mit neuem Namen „Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk“ eröffnet wurde. Zu diesem ersten Wohnhaus wurden in kürzester Zeit weitere Gebäude für den Unterricht, das Wohnen, die Werkstätten und die Gemeinschaft errichtet und die Siedlung Loheland entstand.

Im Holzhaus war auch die zentrale Küche eingerichtet, die rückseitige überdachte Terrasse diente als „Speisesaal“. Im Bereich der Dachgauben ist das Holzhaus heute verändert, wie auch die Holzschindeln an der Nord- und der Westseite später hinzugefügt wurden. Der Gemüse- und Beerengarten Lohelands befand sich unterhalb des Holzhauses. Nach dem Krieg lebte im inzwischen umgebauten Holzhaus eine kleine Internatsgruppe. Heute wohnen hier die Freiwilligen im Sozialen Jahr, im Ökologischen Jahr und in der Denkmalpflege.

Aus den Nachkriegsjahren sehen Sie

  • Die Verwaltung, die 1976/77 nach Entwürfen des Architekten Klaus Rennert, Kassel, errichtete wurde.
  • Das Haus für Spiel und Bewegung des Architekturbüros BUB, BDA, Poppenhausen. 2009 eingeweiht, liegt das jüngste Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum ältesten und greift architektonisch das Thema „Kreis und Oval“ der Bauphase der frühen Zwanzigerjahre in Loheland auf. Zuvor wurde das an dieser Stelle stehende Fachwerkgebäude, das „Kavaliershaus“ mit Wohnräumen und Stallungen, abgerissen.
  • Das „Webhaus“, das 1967/68 die kleinere, 1927 errichtete Weberei überbaute. Hier befinden sich heute der
    Kunstunterrichtsraum der Schule und das historische Archiv.