Tag 52
Im Stall finden sich neben der Strohburg vom Hoffest inzwischen auch zahlreiche Heuballen – recht wild durcheinander, fast wie ein Labyrinth…
Seit 3 Jahren nun schon sehe ich dieses Tor nie geschlossen, das Schloss ungenutzt. Ob noch jemand den Schlüssel dafür finden würde? Als Motiv drängte es sich mir dafür schon mehrfach auf, denn die klaren Linien von Holz und Bauzaun, unterbrochen von Anschlag und Schloss – letzteres mit dem einzigen Bogen im Bild – bringen
Heute ein kleines Stilleben. Ursprpünglich als Tür mit Beiwerk gedacht, rückt die Tür jetzt in den Hintergrund und der Blick richtet sich mehr auf die Dreiteilung sowie die roten Räder von Longboard und Bollerwagen. Für den von mir angestrebten Minimalismus immer noch viel Bildinhalt – vielleicht muss ich das nochmal in anderem Format angehen.
Nahezu abstrakte Bilder mag ich ja besonders – das Detail aus dem Kontext herauslösen und eine neue Betrachtung herauszufordern. An einem Tag, an dem ich schon dachte, im grauen Wetter motivlos zu bleiben, kam erst die Sonne mehrfach hervor und fand ich ein paar Schritte abseits der Straße doch noch etwas, das mich ansprach. Aus
Verkehrsschilder verwende ich ja eigentlich gerne als farblichen Aspekt – auch dieses schon sichtbar gealterte Schild verwendet nur die männliche Ansprache, daher habe ich wieder schwarzweiß gewählt. Durch die Perspektive und Wahl des Bildausschnitts wirkt das Schild wie ein Pfad, der abrupt endet.