Hilkerhaus
Namensgeber dieses Baus war der Reformpädagoge Franz Hilker (1881-1961), der für sich und seine Familie 1933 auf dem Grundstück der Loheländerinnen diesen Holzpavillon baute. Zunächst war das Haus wohl nur als Feriendomizil gedacht. Bald nach Kriegsbeginn siedelte die in Berlin lebende Familie jedoch vollständig hierher um. Franz Hilker war einer der konzeptionellen „Köpfe“ der gymnastischen Bewegung in Deutschland und arbeitete seit den frühen 1920er Jahren eng mit den Loheländerinnen zusammen, insbesondere mit Louise Langgaard. Nach Kriegsende knüpfte
Hilker noch von Loheland aus an die reformerischen Impulse der Weimarer Republik an. Er beeinflusste die Bildungspolitik sowohl im Bundesland Hessen als auch bundesweit bis zu seinem Tode 1961 nachhaltig. International wurde er als Mitbegründer der Vergleichenden Erziehungswissenschaft bekannt.
Das Hilkerhaus ist auch heute Wohnhaus.