Sutorhaus
Das Haus
Der flachgedeckte Holzpavillon in L-Form wurde 1932/33 errichtet. Für die Pläne zeichnet Emil Hermann verantwortlich, der den Auftrag vermutlich durch die Vermittlung seines Cousins Carl Hermann bekommen hatte. Dieser war Mitarbeiter des Hamburger Büros des Architekten Walther Baedeker, das etliche der Bauten dieser Phase begleitete.
Vor der dunklen Verschalung der Außenwand springen die Sprossen der Fenster und Terassentüren ins Auge, deren Profile ungewöhnlich filigran gehalten sind. Sie lassen die Innenräume großzügig wirken und verbinden sie mit der umgebenden Natur. Die Isolierung des Gebäudes mit einer Holzspäne-Salzmischung und der bauzeitliche Einbau einer modernen Schwerkraft-Zentralheizung sorgten mit dem breiten Dachüberstand für die gute Erhaltung des Holzbungalows. Er wurde 2016 mit Mitteln des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen / des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst restauriert und wird als Wohnhaus genutzt.
Seine Namensgeberin
Das Haus ist nach Edith Sutor genannt, die das Haus mitfinanzierte und viele Jahre bewohnte.
Sutor, wie sie von ihren Kolleginnen genannt wurde, war eine der bekannten expressionistischen Tänzerinnen Lohelands und unterrichtete als Gymnastiklehrerin. Darüber hinaus ist sie als Puppenspielerin und als Gestalterin zahlreicher Gefäße der Loheland-Töpferei bekannt geworden.
Aus Sicht einer Loheländerin
Am Südwesthang ließ sich Edith M. Sutor ein kleines Wohnhaus bauen mit zwei Zimmern, Küche und Waschraum.
Elisabeth Hertling, Das Entstehen und das Werden der Schulsiedlung Loheland, 1984,
aus Drei Frauen – drei Geschichten – Loheland Stiftung, Seite 192